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Eine Studie des

Studieneigenschaften

Das Deutsche Mobilitätspanel wird aus drei Gründen als Längsschnittstudie bezeichnet und unterscheidet sich damit von anderen Erhebungen:

Die jährliche Wiederholung der Erhebung ermöglicht es, Mobilitätsverhalten in Deutschland über mittlerweile 20 Jahre als Zeitreihe zu analysieren. Die unten stehende Grafik zeigt beispielsweise, wie sich der Modal Split der Mobilitätszeit (d. h. Zeit im Verkehrssystem mit verschiedenen Verkehrsmitteln) seit 1994-1996 verändert hat. Die Grafik zeigt, dass Personen in Deutschland mittlerweile 22% ihrer Zeit im Mobilitätssystem im Öffentlichen Verkehr (ÖV) verbringen: dieser Wert stieg in den letzten 20 Jahren um 10 Prozentpunkte. Die Mobilitätszeit im motorisierten Individualverkehr (MIV) sank im gleichen Zeitraum von 54% auf 47%.


Die Betrachtung der Mobilität von Personen über den Zeitraum einer Woche bzw. der Beobachtung von Fahrzeugen über den Zeitraum von acht Wochen ermöglicht Einblicke und Analysen in die Regelmäßigkeit oder Unregelmäßigkeit des Mobilitätsverhaltens.  Beispielsweise kann analysiert werden, wie Personen im Laufe der Erhebungswoche verschiedene Verkehrsmittel nutzen. Aus der unten stehenden Grafik geht hervor, wie hoch der Anteil der Befragten ist, die in verschiedenen Erhebungszeiträumen mindestens ein Mal bestimmte Verkehrsmittel nutzen. Betrachtet man nur einen Tag, dann nutzen 60% der Befragten den MIV mindestens einmal, deutlich weniger Personen kommen mit der ÖV (18% der Befragten)  oder mit dem Fahrrad (16%) in Kontakt. Innerhalb von sieben Tagen nutzen hingegen mehr als ein Drittel der Befragten auch mindestens einmal das Fahrrad bzw. den ÖV.


Zudem ist das Deutsche Mobilitätspanel eine Panel-Studie mit rotierender Stichprobe. Das bedeutet, dass Teilnehmer gebeten werden, über drei aufeinander folgende Jahre an der Erhebung teilzunehmen. Gleichzeitig verlässt jedes Jahr ein Teil der Haushalte die Stichprobe und wird durch neue Haushalte ersetzt. Dieses Erhebungsdesign erlaubt es, Veränderungen oder Stabilität im Mobilitätsverhalten von denselben Personen (intrapersonell) innerhalb von drei Jahren zu beobachten und zu analysieren. Beispielsweise kann die Wahlentscheidung für oder gegen ein bestimmtes Verkehrsmittel, z.B. das Fahrrad, vom Wetter in der Berichtswoche beeinflusst werden. Auch Änderungen im Leben, wie z.B. Geburt eines Kindes, Eintritt in die Rente oder Berufswechsel, können dazu führen, dass sich das Mobilitätsverhalten ändert. Die unten stehende Grafik zeigt beispielsweise, wie sich die Verkehrsleistung von Frauen und Männern an Werktagen und am Wochenende beim Eintritt in die Rente ändert. Die Ergebnisse zeigen, dass die selben Personen im ersten Jahr ihrer Rente rund 6 Kilometer weniger pro Tag zurücklegen als in ihrem letzten Arbeitsjahr. Zudem fällt auf, dass die Verkehrsleistung auch am Wochenende sinkt. Ein Grund hierfür könnte sein, dass die befragten Personen Aktivitäten, die sie zuvor am Wochenende unternommen haben, seit Renteneintritt auch werktags unternehmen.